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Facility Management » Strategie » zentrale Funktionen » Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit als Teil des Facility Managements

Nachhaltigkeit ist ein Megatrend im Facility Management

Beschreibung

Entwicklung einer Politik zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs, wirtschaftliche Nutzung von Facilities, wie Gebäuden und Flächen sowie Steigerung der Gesundheit und des Wohlergehens der Menschen (soziale Verantwortung).

Unterprodukt:
9110 - Lebenszyklusplanung / Life-Cycle-Engineering

Gerne beraten wir Sie in Sachen Nachhaltigkeit im Facility Management.

Alle Kosten für Personal, Berater und Kapitalanlage

Inbegriffen

Laufende Kosten wie Instandhaltungskosten spezieller technischer Ausrüstungen, z. B. Photovoltaik.

Nicht inbegriffen

Nutzung erneuerbarer Ressourcen, Energiebenchmarking, Vermeidung von Umweltverschmutzung.

Aktivitäten (Beispiele)

Nachhaltigkeitsrating oder Zertifizierungssysteme wie LEED, BREEAM oder DGNB.

Facilities (Beispiele)

Beschreibung

Grafische Darstellung eines Mitarbeiters beim Anschauen eines Prädiktionsmodells und zwei Bauarbeiter im Hintergrund taetig

Bereitstellen einer langfristigen Perspektive bezüglich Vermögenswerten, Unterstützung der Entscheidungsfindung für Investitionen und Instandhaltungsstrategien.

Hierzu unterstützen wir durch Planungs- und baubegleitendes Facility Management.

Aktivitäten (Beispiele)

Abschätzung der künftigen Energiepreise.

Facilities (Beispiele)

Datenbank der laufenden Kosten.

Produktnummer nach DIN EN 15221-4

9110

Beratung von Anwendern und Entscheidern

Zur Struktur einer FM-Organisation gehören nicht nur der Vertrieb (Anbieter) und die eigentliche Leistungserbringung (Eigen- und Fremdleistung). Eine solche Organisation wird die Leistungen so erbringen, wie sie es - historisch gewachsen - leisten kann.

Eine progressive FM-Organisation muss ebenso wie das Kerngeschäft selbst in der Lage sein, seine Fähigkeiten und Qualitäten kontinuierlich zu verbessern. Dies kann nur geschehen, wenn die FM-Organisation eine "lernende" Organisation ist.

Dies erreicht man am besten, wenn man zu dem operativen Geschäft des FM eine "Organisations-, Personal- und Leistungsentwicklung" hinzufügt.

Diese übernimmt die Aufgabe, den wissenschaftlichen, technischen und organisatorischen Fortschritt zu gestalten und laufend in das FM-Team zu implementieren.

Gerne unterstützen wir Ihr Innovationsmanagement im FM und richten hierzu bei Ihnen eine FM-Werkstatt als Ort von Innovationen bei Ihnen ein.

Mix aus Eigen- und Fremdleistung

Auf diese Weise erhält die FM-Organisation, sowohl im Wettbewerb untereinander, als auch innerhalb von Unternehmen gegenüber den (internen) Kunden die Fähigkeit zu optimiertem Leistungsangebot. Es ist innerhalb der FM-Konzeption und -Strategie zu entscheiden, in welcher Weise und in welchem Umfang dieses Know-how zur Verfügung gestellt werden soll. Auch hier wird es einen gesunden Mix aus Eigen- und Fremdleistung (Consultants) geben müssen, da nur bei sehr großen Unternehmen mit einem hohen Wiederholungsgrad einzelner Leistungen und bei FM-Anbietern, die von der effizienten Leistungswiederholung leben, eigenes Know-how rentabel ist.

Datenbankgestützte Hotline

Sofern ein eigenes Know-how wirtschaftlich ist, empfiehlt sich eine datenbankgestützte Hotline für die einzelnen Teamleiter und spezielle Mitarbeiter des FM. In diese Datenbank wird nach vereinbarten Regeln Erfahrungswissen verfügbar gemacht.

FM-Leistung - Nummer nach GEFMA 100-2

0.600

FM-Leistung - Nummer nach GEFMA 100-2

0.700

Grafische Darstellung von Mitarbeitern im Besprechungsraum bei der Analyse von Zahlen auf einem Whiteboard

Kostenrechnung

  • Zentrale Steuerung aller Einzelkosten und Budgets unter dem Aspekt des optimalen Ressourceneinsatzes. Auswertung von Schwachstellen bzw. überdurchschnittlichen Kosten.

  • Erarbeitung und Umsetzung von Vorschlägen zur Kostenreduzierung (bei Einhaltung des Nutzerbedingten Service-Levels).

Wichtige Aktivitäten sind:

  • Erarbeitung und Umsetzung strategischer Vorlagen

  • Zielplanung

  • Planaktualisierung

  • Kostentransparenz schaffen, Kostenrechnung durchführen bzw. aus den einzelnen Abteilungen zusammenführen (steuern)

  • Anmeldung von (Invest-) Maßnahmen (u.a. der Instandhaltung)

  • Budgetverhandlungen mit den Bedarfsträgern und der obersten Leitung (Schnittstellenfunktion), z.B. Koordinierung von übergeordneten Investitionsmaßnahmen, Maßnahmen der Bedarfsträger (interne Kunden) und Maßnahmen, die sich aus den FM-Aufgaben ergeben (z.B. große Instandsetzungen)

  • Haushaltplanungen und Bauprogramm erstellen

  • Kaufmännisches Reporting von Planvorhaben

  • Kostenrechnung (Transparenz)

Budgetsteuerung

  • Erarbeitung und Umsetzung strategischer Vorlagen

  • Zielplanung, Planaktualisierung

  • Anmeldung von Maßnahmen

  • Haushaltplanungen und Bauprogramm

  • Einhaltung des Budgets, Analyse von Abweichungen

  • Auftragsund Budgetsteuerung

  • Kaufmännisches Reporting von Planvorhaben und

  • Maßnahmen der Instandhaltung, Budgetverhandlungen bei bedeutenden Instandhaltungsmaßnahmen

Betriebliche FM-Konzeption

Die Arbeit an der betrieblichen FM-Konzeption ist eine kontinuierliche Aufgabe der obersten Leitung in Zusammenarbeit mit der FM-Leitung. Falls es eine direkte Zuständigkeit für das FM (Stellenplan) nicht gibt, haben die entsprechenden funktionalen Stellen diese Aufgabe koordiniert zu erfüllen.

Wir unterstützen u. A. bei
- Strategie / Konzeption
- Leistungsvereinbarung / Leistungsbeschreibung
- Organisations- und Personalentwicklung

FM und GM

Die Arbeit an der betrieblichen FM-Konzeption ist eine kontinuierliche Aufgabe der obersten Leitung in Zusammenarbeit mit der FM-Leitung. Falls es eine direkte Zuständigkeit für das FM (Stellenplan) nicht gibt, haben die entsprechenden funktionalen Stellen diese Aufgabe koordiniert zu erfüllen.

Zeitlicher Umfang

In Bezug auf den Gebäude-Lebenszyklus deckt FM alle Phasen vom Konzept bis zum Abriss ab. GM hingegen konzentriert sich auf die Nutzungsphase von Gebäuden.

Leistungsumfang und Gewichtung

FM beinhaltet sämtliche Leistungen, die zum Erreichen der oben genannten FM-Ziele erforderlich sind. Hierzu gehören in hohem Maße auch strategische Managemententscheidungen auf Nutzerseite.

  • Wie viel Fläche wird gebraucht? Wie muss die Ausstattung sein?

  • Welche Dienstleistungen werden benötigt?

  • Sollen diese in Fremd- oder Eigenleistung erbracht werden?

  • Welche Service Level sind zu fordern?

  • Sollen Vergaben in Losen oder im Paket erfolgen?

Gebäudemanagement beschäftigt sich dagegen sehr stark mit der Planung, Arbeitsvorbereitung und Organisation der Dienstleistungserbringung, d.h. den operativen Leistungen, die auch vollständig in Eigenleistung erbracht oder fremd vergeben werden könnten.

Wenngleich auch im Rahmen des GM Managementleistungen wahrzunehmen sind, so beziehen sich diese jedoch rein auf die Dienstleistungserbringung und bilden keinen strategischen Schwerpunkt.

Die Dominanz des Handhabungsaspektes beim GM findet sich in VDMA-AIG Instandhaltungsinformation Nr.12 und VDMA 24186.

Wie soll die FM-Leitung erfolgen

In diesem Zusammenhang ist auch konzeptionell zu entscheiden, wie die FM-Leitung erfolgen soll (einheitliche FM-Strategie vs. dezentrale Wahrnehmung von FM-Aufgaben durch Bereiche und Abteilungen). In diesem Fall liegt es bei der obersten Leitung alle FM-Aktivitäten zusammenzuführen. Im anderen Fall erfolgt die Leitung durch einen zentralen Facility Managementbereich.

Weiterhin ist zu beurteilen inwieweit das Unternehmen den größten Teil der FM-Aufgaben in Eigenleistung erbringt, daraufhin muss es sich entweder für ein umfangreiches Outsourcing entscheiden oder einen sinnvollen Mix von beidem gestalten.

Auf jeden Fall sollte kontinuierlich (z.B. jährlich) der Eigenanteil an den Leistungen gegenüber dem Fremdanteil kritisch bewertet werden. Ggf. sind Umstrukturierungen vorzunehmen.

Das deutsche Mitbestimmungsrecht erfordert grundsätzlich die proaktive Einbeziehung der Arbeitnehmervertretung in solche Maßnahmen.

FM-Leistung - Nummer nach GEFMA 100-2

0.820

Exemplarische Ressourcenübersicht für Facility Management

Leistungskomplex

Eigenleistungen

Fremdleistungen

Energie/ Medien

Material

Kapital (nicht Personalkosten)

Steuerung

Grundsätzlich Eigenleistung

Ggf. Beratung

-

Literatur/Workshops
usw.

Budget für Weiterbildung, Beratung

Betriebsführung Technik

Häufige Arbeiten mit eher mittlerer Qualifikation

Seltene Arbeiten mit eher hoher Qualifikation,
Wiederkehrende Prüfungen

Einkauf, auch Eigenerzeugung (Wärme, Strom, Druckluft)

Verbrauch, Verschleiß, Ersatzmaterial, Instandsetzungen

Budget für Material, Instandsetzung, Gebühren

Kaufmännische Leistungen

Im Rahmen der eigenen Verwaltung;
Zuarbeiten durch FM-Bereich

Nur sehr spezifische Leistungen

-

-

-

Infrastrukturelle Leistungen

Steuerung

Leistungen mit eher niedriger Qualifikation und hohem Aufkommen

Eigenverbrauch (im Vertrag geregelt)

Im Vertrag geregelt

Budget für Fremdleistungen

Planung

Bauherrenaufgabe und auch Steuerung bei mittleren Aufgaben

Überwiegend fremd, komplexe Leistungen, Architektur, Steuerung hoch komplexer Aufgaben

-

-

Investitions-Budget Planung

Realisierung von Bauleitungen und Leistungen der TGA

Grundsätzlich Fremdvergabe, meist im Rahmen einer Komplexvergabe

Eigenverbrauch (im Vertrag geregelt)

beigebracht

Investitions-Budget Realisierung

Sonstiges

Management-Informationssystem, Benchmarks usw.:

Die Ermittlung der einzelnen Ressourcen erfolgt in unterschiedlicher Weise aus Management-Informationssystem, Benchmarks usw.:

  • eigener Personalbedarf für Betriebsführung (Regelleistungen) nach h/a,eigener Personalbedarf für Betriebsführung (Projektleistungen wie z.B. Instandsetzungen)

  • Fremdleistungen (Regelleistungen) €/a, €/Mon. usw.

  • Fremdleistungen für Projekte projektbezogen (Abschlagsrechnungen)

  • Energie/Medien €/Einheit z.B. pro KWh, m 2;; usw

  • Material €/Stück bzw. Gebinde usw.

In geeigneten Kalkulationsschemata lassen sich die Ressourcen komplex ermitteln, darstellen und z.B. mit der vorherigen Periode vergleichen bzw. vorausschauend planen.

FM-Leistung - Nummer nach GEFMA 100-2

0.840

Bedarfsplanung im Bauwesen bedeutet nach DIN 18205

Grafische Darstellung von zwei Mitarbeitern beim Anschauen eines Bestandsplans und eines unfertigen Haus

die methodische Ermittlung der Bedürfnisse von Bauherren und Nutzern, deren zielgerichtete Aufbereitung als "Bedarf' und dessen Übersetzung in eine für Planer, Architekten und Ingenieure verständlichen Aufgabenstellung.

Gerne begleiten wir gewerbliche oder industrielle Bauvorhaben als Projektsteuerer, Baurevisor oder / und im baubegleitenden Facility Management.

Nach Ziff. 4 der DIN 18205 ist Bedarfsplanung ein Prozess. Er besteht daraus,

die Bedürfnisse, Ziele und einschränkenden Gegebenheiten (die Mittel, die Raumbedingungen) des Bauherrn und wichtiger Beteiligter zu ermitteln und zu analysieren sowie damit zusammenhängende Probleme zu formulieren, deren Lösung man vom Planer erwartet.

Die Bedarfsplanung umfasst im wesentlichen folgende Leistungen:

  • Klären der Aufgabenstellung,Überlegungen zum gesamten Leistungsbedarf,

  • Formulieren von Entscheidungshilfen für die Auswahl anderer an der Planung fachlich Beteiligter,

  • Zusammenfassen der Ergebnisse,

  • Bestandsaufnahme,

  • Standortanalyse,

  • Betriebsplanung,

  • Aufstellen eines Raumprogramms,

  • Aufstellen eines Funktionsprogramms,

  • Prüfen der Umwelterheblichkeit,

  • Prüfen der Umweltverträglichkeit.

FM-Leistung - Nummer nach GEFMA 100-2

1.111

Umweltmanagement

Das Umweltmanagement berücksichtigt bei der Planung, Durchsetzung und Kontrolle der Unternehmensaktivitäten in allen Bereichen Umweltschutzziele zur Verminderung und Vermeidung der Umweltbelastungen und zur langfristigen Sicherung der Unternehmensziele.

Teilbereiche

Für Betreiber von Gebäuden und Anlagen sind folgende Teilbereiche des Umweltschutzes von Bedeutung:

  • Immissionsschutz

  • Klimaschutz

  • Bodenschutz

  • Gewässerschutz

Pflichten

Die Pflichten liegen dementsprechend in den Bereichen:

  • Vermeidung bzw. Minimierung von Emissionen

  • ordnungsgemäße Abfallentsorgung

  • ordnungsgemäße Abwasserentsorgung

FM-Leistung - Nummer nach GEFMA 100-2

6.160

Energiemanagement durchführen

Zum Energiemanagement gehören alle Maßnahmen mit dem Ziel, bei vorhandenen (oder neu zu errichtenden) Gebäuden bzw. Anlagen und Ausrüstungen weniger Energie zu verbrauchen oder kostengünstigere Energie zu verbrauchen (z. B. durch Umstellung des Energieträgers, Änderung des Energielieferanten oder des Bezugsvertrages) oder Nutzenergie z. B. unter Ausnutzung der Kraft-Wärme-Kopplung selbst bereitzustellen.

Energiemanagement erstreckt sich auf alle Arten verbrauchter Nutzenergie in Gebäuden (für Heizung, Kühlung, Strom, Licht usw.), aber auch auf den Verbrauch von Anlagen oder Einrichtungen, die dem Kerngeschäft des AG dienen. Zusätzlich erstreckt sich das Energiemanagement auf den gesamten Verbrauch an Wasser und auf die Abwasserkosten und weitere verwendete Medien wie z. B. Druckluft.

Das Energiemanagement soll bereits in der Planung eines Neu- oder Umbaus beginnen.

Dem Energiemanagement sind folgende Leistungen zugeordnet:

  • Sammeln, Ordnen und Auswerten von Energieverbrauchsdaten (Energiemonitoring)

  • Analysieren des energetischen Ist-Zustandes (z. B. mit Hilfe von Energiekennwerten z. B. VDI 3807)

  • Bewerten von Alternativen (z. B. anderen Energieträgern, anderen Energielieferanten, effizienteren Energieumwandlungssystemen),

  • Zusammenarbeit mit anderen Vertragsformen wie Betreibermodelle oder Energie-Einsparcontracting

  • Treffen von Entscheidungen hinsichtlich energierelevanter Belange

  • Einleiten von Maßnahmen zur Einsparung von Energie, Senkung von Energiekosten oder Minderung energieverbrauchsbedingter Emissionen

  • Steuern und Überwachen der entsprechenden Maßnahmen

  • Nachweisen der erzielten Verbesserung

  • Energiemanagement als Regelleistung (unter permanentem Energiemanagement werden alle Aktionen und Maßnahmen verstanden, die regelmäßig im laufenden Betrieb einer Immobilie durchgeführt werden, um die Energiekosten zu senken oder niedrig zu halten)

Der Begriff Energiecontrolling geht noch weiter und steht für:

  • regelmäßige Kontrolle der Energiekosten und des Energieverbrauchs

  • Budgetierung der Energiekosten und der Maßnahmen zur Kostenverringerung

  • Steuerung des Energieverbrauchs

  • Verrechnung der Energiekosten, Kalkulation der Verrechnungspreise

  • Verfolgung des Energiemarktes und Reaktion auf Änderungen

Permanentes und projektartiges Energiemanagement

Die Grenze zwischen permanentem Energiemanagement und projektartigem Energiemanagement ist nicht scharf zu ziehen, auch die Grenze zwischen permanenten Energiemanagement und Betriebsführung ist nicht eindeutig zu ziehen.

Bei größeren Gebäuden und Anlagen ist eine Trennung der Verantwortlichkeiten Energiemanagement und Betriebsführung je nach Qualifikation der eingesetzten Mitarbeiter sinnvoll. Allerdings sind Doppelfunktionen zu vermeiden (Schnittstellendefinition).

Projektartiges Energiemanagement

Unter projektartigem Energiemanagement sind einmalige Aktionen zu verstehen, in denen ein Gebäude, eine Anlage oder auch Teile davon untersucht und Maßnahmen durchgeführt werden, die das Ziel haben, die Energiekosten zu senken.

In vielen Publikationen wird der Begriff Energiemanagement ausschließlich für das projektartige Energiemanagement verwendet. Die Maßnahmen sind in der Regel technischer Art, aber auch organisatorische oder kaufmännische Maßnahmen können im Rahmen des Energiemanagements durchgeführt werden.

Die Größe des Erfolgs

Der Erfolg des Energiemanagements kann umso größer sein, je umfassender der Untersuchungsgegenstand gewählt wird Es sollten also mindestens gebäudebezogen Energienutzung, -verteilung und ggf. Erzeugung sowie technische, organisatorische und kaufmännische Aspekte gemeinsam betrachtet werden.

Durch die Liberalisierung des Strommarktes kann auch eine gemeinsame bundesweite Betrachtung des Energieträgers Strom verschiedener Liegenschaften eines Unternehmens sinnvoll sein.

Der Bereich FM

  • organisiert das Energiecontrolling,

  • wirbt für Energieeffizienz im Unternehmen, leitet und organisiert die operative Arbeit Energiefragen betreffend,

  • baut das Energie-Berichtswesen auf und stellt es turnusmäßig sicher.

FM-Leistung - Nummer nach GEFMA 100-2

6.420

Energielieferverträge mit verhandeln

  • In der Regel obliegt dem Einkauf die Gestaltung und Verhandlung von Energielieferverträgen

  • Sofern die Energieeinkaufsaufgaben nicht grundsätzlich an das FM übertragen wurden, fungiert es als Support für den Einkauf und stellt Kennziffern, Lieferantenvorschläge, Vertragsformen usw. als Vorschläge zur Verfügung und begründet diese

  • Bei der Verhandlung steht der Energiemanager beratend zur Verfügung

FM-Leistung - Nummer nach GEFMA 100-2

6.421

Im Rahmen des Energiecontrolling sollten alle Maßnahmen von der Aufgabenstellung bis zur Erfolgskontrolle verfolgt werden.

Vergleichbar dem Controlling als betriebswirtschaftlichem Begriff steht Energiecontrolling für:

  • regelmäßige Kontrolle der Energiekosten und des Energieverbrauchs

  • Budgetierung der Energiekosten und der Maßnahmen zur Kostenverringerung

  • Steuerung des Energieverbrauchs

  • Verrechnung der Energiekosten, Kalkulation der Verrechnungspreise

  • Verfolgung des Energiemarktes und Reaktion auf Änderungen

Rahmenbedingungen:

  • Monatliche Zählerstände für alle Medien sind vom Gewerk 'Betriebsführung' zu übernehmen

  • je Objekt und Medium ist monatlich mindestens ein Wert aufzunehmen und zu verarbeiten

  • der weitere Detaillierungsgrad richtet sich nach dem Vorhandensein von Zählern, z.B. für einzelne Gebäudeteile, einzelne Unternehmensbereiche, einzelne Nutzergruppen usw

Leistungen (im monatlichen Turnus):

  • Erfassung und Auswertung der monatlichen Medienverbräuche mittels geeigneter Software

  • Bereinigung der Verbrauchswerte von Witterungseinflüssen (mittels Gradtagszahlen) und Sondereffekten (Betriebsurlau, Baumaßnahmen im Hause etc.)

  • Berechnung von Energieverbrauchskennwerten (Medienverbräuche je Unternehmensbereich, Nutzer und m 2;),

  • statistische Auswertung mit grafischer Darstellung der Verbrauchskurven für alle Medien

  • Vergleiche mit Vorjahreswerten

  • Ermittlung der Ursachen grober Abweichungen

  • Erstellung und monatliche Fortschreibung eines Energieberichts, umfassend

  • Zusammenstellung der Auswertungsergebnisse des laufenden Jahres bis zum Berichtsmonat

  • Hinweise auf außerordentliche Abweichungen bei Verbräuchen und/oder Kosten

  • Hinweise auf sofortige Verbesserungsmöglichkeiten

  • Hinweise auf maßgebliche Veränderungen am Energiemarkt oder den öffentlich-rechtlichen Bestimmungen

Leistungen (im Abrechnungsturnus):

  • Auswertung der Energieabrechnungen der Versorgungsunternehmen (bzw. des Vermieters)

  • Überprüfung der Energieabrechnungen hinsichtlich verbrauchter Mengen und anfallender Kosten

  • Budgetierung der Energiekosten für die nächste Periode

Leistungen (laufend):

  • Verfolgung des bundesdeutschen und regionalen Energiemarktes und der Preisentwicklungen für Strom, Gas, Wasser und ggf. Nah- und Fernwärme

  • Verfolgung energie- und umweltrechtlicher Bestimmungen und deren Auswirkungen auf den konkreten Einzelfall

FM-Leistung - Nummer nach GEFMA 100-2

6.422

Durchführung eines periodischen Berichtswesens, wie z B:

Expert formt und modelliert ein Fragezeichen aus geometrischen Mustern. Ausblick ueber eine Stadt im Hintergrund

Monatsberichte:

  • Informationen aus dem Betriebstagebuch

  • Ergebnisvereinbarungselemente

  • Instandhaltungsbericht

  • Energiebericht

  • Durchgeführte Optimierungsmaßnahmen

  • Mängel- und Schadensberichte / Abhilfemaßnahmen

  • Empfehlungen für Verbesserungen

  • Empfehlung für Werterhaltung

  • Besonderheiten

Quartalsberichte:

  • Erstellung eines Quartalsberichts auf Basis der Monatsberichte

  • durchgeführte Optimierungsmaßnahmen

  • Verbesserungsmaßnahmen

  • Besonderheiten

Jahresbericht:

  • Erstellung eines Jahresberichts auf Basis der Monatsberichte

  • durchgeführte Optimierungsmaßnahmen

  • Verbesserungsmaßnahmen

  • Besonderheiten

FM-Leistung - Nummer nach GEFMA 100-2

6.422.2

Hierzu zählen beispielsweise:

  • Herstellung einer verursachergerechten Energiekostenverrechnung. Hierzu gehören möglicherweise auch technische Maßnahmen (z.B. Zählereinbau)

  • darüber hinaus Schaffung von Verantwortlichkeiten für die Energiekosten: Hierbei ist es wichtig, dass dem Verantwortlichen auch die wesentlichen Einflussmöglichkeiten auf den Verbrauch zur Verfügung stehen

  • Neuverhandlung von Energielieferverträgen (hierbei ist eine enge Verzahnung mit den Ergebnissen der technischen Untersuchung wichtig)

  • klare Verantwortlichkeiten für die Energiekosten und für die technischen Energieerzeugungs- und Verteilungseinrichtungen

  • eine regelmäßige Energieverbrauchserfassung in ähnlicher Detaillierung wie die Verantwortlichkeiten (z.B. pro Gebäude und Medium mindestens ein Zähler)

Einführung eines permanenten Energiemanagements:

  • Regelmäßige Zählerablesungen und Vergleich der Mengen mit den entsprechenden Werten der Vergangenheit

  • Inspektionen technischer Einrichtungen (z.B. Heizanlagen)

  • Kontrolle von Wartungsarbeiten, insbesondere in den Gewerken Heizung, Elektro- und Sanitärtechnik (z.B. sorgfältige Kesselreinigung)

  • Anpassungen von Reglereinstellungen und Zeitprogrammen an den tatsächlichen Bedarf (z.B. Heizungsregelung bei Betriebsruhetagen o. ä.)

  • Durchführung oder Veranlassung von Reparaturen (z.B. tropfende Wasserhähne, defekte Thermostatventile etc.)

  • Information der Gebäudenutzer bei energievergeudendem Verhalten

FM-Leistung - Nummer nach GEFMA 100-2

6.423

Energiebeauftragten bestellen

Die oberste Leitung von Unternehmen sollte eine energiebeauftragte Person bestellen.

Diese vertritt die Interessen der obersten Leitung beim Energiemanagement. Je nach Entwicklungsstadium des betrieblichen Energiemanagements werden sich die Aufgaben verändern.

Zu Anfang sind Schrittmacherdienste zu leisten, bei etabliertem Energiemanagement enge Zusammenarbeit mit dem Energiecontrolling zur Initiierung von weiteren Verbesserungen.

Auch bei Neubauten durch Energiemanagement sind Einsparpotenziale erschließbar. Untersuchungen und Messungen ermöglichen die Berechnung von Amortisationszeiten und Prioritätenlisten der Umsetzung.

Hauptaufgaben des Energiebeauftragten:

  • Rückkopplung des Verhaltens bezogen auf Energiekonsum

  • Veröffentlichung der Energiekennwerte

  • erhöhtes Bewusstsein für das Energiethema schaffen

  • Treiber bei Energie- oder Wärmebedarfsausweis

FM-Leistung - Nummer nach GEFMA 100-2

6.426

Produktnummer nach DIN EN 15221-4

9100

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